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AKZEPTANZ IST KEIN SCHALTER – UND SIE TUT MANCHMAL VERDAMMT WEH






Karfreitag.


Ein Tag, der eigentlich still ist.

Ruhig. Nachdenklich.


Und genau an diesem Tag wurde mir etwas wieder so klar,

dass ich es körperlich gespürt habe.


Meine Tochter hatte Geburtstag.


Und ich war nicht Teil davon.







Ich habe versucht, es wegzuschieben.

Mich abzulenken. Stark zu sein.


Aber jedes Mal, wenn ich an sie gedacht habe,

lief mir eine Träne über das Gesicht.


Leise.

Nicht dramatisch.

Einfach da.




Und weißt du, was mir in diesem Moment bewusst geworden ist?


Akzeptanz ist kein Schalter.


Du kannst nicht einfach entscheiden:

„So. Jetzt akzeptiere ich das.“


So funktioniert das nicht.




Ich habe in den letzten Wochen immer wieder diesen einen Satz gesprochen.

Er wird Reinhold Niebuhr zugeschrieben:


Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.

Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.

Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.




Und ganz ehrlich?


Ich finde nicht die Gelassenheit am schwersten.

Und auch nicht den Mut.


Sondern diese Unterscheidung.




Denn wenn dich jemand nicht wählt,

fühlt es sich automatisch so an,

als hätte das etwas mit dir zu tun.


Als wärst du nicht genug.

Nicht wichtig genug.


Aber das ist nicht die Wahrheit.


Es ist eine Entscheidung.

Keine Bewertung deines Wertes.




Und trotzdem tut es weh.




Und genau hier passiert etwas,

das viele verwechseln:


Sie sagen:

„Ich habe es akzeptiert.“


Aber in Wirklichkeit haben sie etwas anderes gemacht.


Sie haben aufgegeben.




Akzeptanz ist nicht Resignation.


Akzeptanz heißt nicht:

„Dann ist es halt so, ich kann eh nichts ändern.“


Das macht dich klein.

Still.

Oft auch innerlich leer.




Akzeptanz ist etwas anderes.


Dieter Lange hat es einmal sehr klar gesagt:


Akzeptanz heißt nicht, dass du gut findest, was gerade ist.

Sondern dass du anerkennst, dass es gerade da ist.




Und genau da wird es spannend.


Denn vielleicht kennst du diesen inneren Reflex:


Du willst es weg haben.

Du willst es ändern.

Du willst es kontrollieren.




Und genau da greift ein Satz, den ich nie wieder vergessen habe, von

Vera F. Birkenbihl:


Widerstand ist die beste Methode, etwas da sein zu lassen, was du nicht haben willst.




Das sitzt.


Denn je mehr du innerlich kämpfst,

desto mehr bindet es dich.




Und jetzt kommt die Frage, die sich fast jede stellt:


„Ja… aber wie mache ich das?“


Wie akzeptiere ich etwas,

das ich eigentlich nicht akzeptieren will?


Wie höre ich auf, dagegen anzukämpfen,

wenn es sich doch so falsch anfühlt?




Und hier kommt die ehrliche Antwort:


Gar nicht sofort.




Akzeptanz ist nichts,

was du „machst“.


Akzeptanz ist etwas,

was entsteht.




Aber du kannst einen Raum dafür öffnen.


Ganz praktisch.


Ganz simpel.




👉 Indem du aufhörst, dir einzureden, dass es nicht so sein darf

👉 Indem du bemerkst, dass du gerade kämpfst

👉 Indem du dir erlaubst zu sagen:

„Ich will das gerade nicht. Und trotzdem ist es da.“




Mehr ist es am Anfang nicht.


Kein großes Loslassen.

Keine perfekte Selbstliebe.

Keine spirituelle Meisterleistung.




Einfach nur dieser eine Schritt:


Aufhören, dich zusätzlich dagegen zu verhärten.




Gerade wenn du mit Fibromyalgie lebst,

kennst du diesen inneren Kampf wahrscheinlich sehr gut.


Du willst, dass es weggeht.

Du willst dein altes Leben zurück.

Du willst funktionieren.




Und dann kommt dieser Satz:


„Du musst es nur akzeptieren.“




Und ganz ehrlich?


Der macht Druck.


Weil er sich anfühlt wie:


„Gib einfach auf.“




Aber das ist nicht Akzeptanz.


Akzeptanz heißt nicht,

dass du dich deiner Situation ergibst.


Akzeptanz heißt:


Du hörst auf, dich selbst zusätzlich fertig zu machen.




Ich habe an diesem Karfreitag gemerkt:


Ich kann nicht ändern,

wie meine Tochter sich entscheidet.


Ich kann nicht ändern,

wen andere Menschen wählen.




Aber ich kann entscheiden,

ob ich mich selbst dabei verliere.


Oder nicht.




Und vielleicht ist genau das der Anfang.


Nicht von „perfekter Akzeptanz“.


Sondern von etwas viel Echtem:


Ein bisschen mehr Frieden in dir.




💜

Wenn du dich hier wiedererkennst,

schreib mir „ICH“ oder teile deine Gedanken.


Vielleicht ist genau das der Moment,

wo du aufhörst, dich alleine damit zu fühlen.


Herzwert,

deine Peggy

 
 
 

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Gast
06. Apr.
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ICH

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